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Bauzinsen in Seitwärtsbewegung gefangen
13. August 2018

Bauzinsen in Seitwärtsbewegung gefangen

Die große Trendwende bei den Zinsen für Baufinanzierungen bleibt weiter aus. Die Bestzinsen für 10- und 15-jährige Zinsbindungen bewegten sich zuletzt minimal auf und ab. Laut Qualitypool dürfte sich an der Seitwärtsbewegung so schnell nichts ändern.


Die Bestzinsen für 10- und 15-jährige Baufinanzierungen haben sichlaut Qualitypool seit Anfang Juli nur leicht verändert. Bei zehnjährigen Zinsbindungen stiegen sie leicht auf 1,13%. Die 15-jährigen Zinsbindungen gingen zuletzt sogar leicht zurück auf 1,46%. „Da die Zinsbewegungen nur sehr gering waren und eindeutige zinspolitische Impulse fehlten, sollten diese Entwicklungen jedoch nicht überbewertet werden“, kommentiert Jörg Haffner, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, diese Entwicklung

Zurückhaltende Notenbanken

Hintergrund ist, dass sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die US Notenbank (Fed) sich zuletzt zurück hielten. Beide Notenbanken beschlossen auf ihren jüngsten geldpolitischen Sitzungen keine Zinsmaßnahmen, obwohl die Inflation in der Eurozone im Juli noch einmal leicht auf +2,1% anzog. Auch die Kernrate übertraf mit +1,1% leicht die Erwartungen. Für die nächste EZB-Sitzung am 13.09.2018 erwartet Qualitypool-Geschäftssführer Haffner dennoch erneut keine Zinsänderungen.

Bauzinsen in Seitwärtsbewegung gefangen
Fed-Zinspolitik bereits eingepreist

Bei der US-Notenbank wird hingegen damit gerechnet, dass sie Ende September den Leitzins erneut um einen Viertelprozentpunkt anheben wird. Zudem wird ein weiterer Zinsschritt zum Jahresende erwartet. Jörg Haffner geht trotzdem davon aus, dass sich die leicht schwankende Seitwärtsbewegung der Baufinanzierungszinsen fortsetzen wird: „Die Zinsanhebung der Fed, die für September erwartet wird, könnte bereits weitestgehend eingepreist sein. Weitere Entscheidungen stehen bis Dezember voraussichtlich nicht an.“ In den nächsten Monaten könne somit weniger die Zinspolitik der Notenbanken als die Wirtschafts- und Handelspolitik von USA und Eurozone den Anleihen- und Zinsmarkt beeinflussen. (mh)





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