Bausparvertrag: Darum lohnt er sich auch für Jüngere | ImmoCompact - Nachrichten
AssCompact - Facebook AssCompact - Twitter AssCompact - Xing

Bausparvertrag: Darum lohnt er sich auch für Jüngere
30. November 2018

Bausparvertrag: Darum lohnt er sich auch für Jüngere

Der Bausparvertrag ist der Sparklassiker in Deutschland. In den vergangenen Jahren stand er hingegen vermehrt in der Kritik. Warum er trotz der Kritik auch heute noch zeitgemäß ist, erläutert Karsten Eis von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.


Spätestens mit Eintritt ins Berufsleben beginnt für junge Leute auch die finanzielle Selbständigkeit. Dann muss geklärt werden: Gibt es Sparbücher, Konten oder ähnliches, auf denen Erspartes liegt? Und war da nicht noch der Bausparvertrag, den Mama und Papa vor Jahren für den Nachwuchs abgeschlossen hatten? Was junge Leute damit alles anfangen können, erklärt Karsten Eiß von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Junge träumen weiter vom Eigenheim

Auch wenn es gerade die Älteren überrascht: Junge Leute träumen von den eigenen vier Wänden. 90% der 13– bis 29-Jährigen wollen laut Youngcom-Befragung später ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung beziehen. Dafür eignet sich ein Bausparvertrag ideal, denn er bietet eine solide Basis für das zielgerichtete Sparen. „Aber auch diejenigen, die noch gar nicht an eine eigene Immobilie denken, können von einem Bausparvertrag profitieren“, weiß Eiß. „Denn es gibt staatliche Unterstützung. Ein Bausparvertrag ist außerdem flexibler einsetzbar, als viele denken.“

Attraktiv für Eltern und Kinder

Was Eltern wohl am ehesten mit einem Bausparvertrag verbinden ist Sicherheit– genau das, was sie sich auch für ihre Kinder wünschen. In Zeiten niedriger Zinsen ist er darüber hinaus gerade für junge Leute attraktiv: Unter 22-Jährige erhalten bei Schwäbisch Hall einmalig den Junge-Leute-Bonus von 100 Euro. Darüber hinaus erzieht ein Bausparvertrag zum Sparen, wie eine Untersuchung des Forschungsinstituts Empirica belegt. Demnach legen Bausparer monatlich rund 17% mehr auf die hohe Kante als zum Beispiel die Besitzer von Sparbüchern.

Kleiner Einsatz, große Wirkung

Was einen Bausparvertrag zusätzlich attraktiv macht: Bereits kleine Sparbeträge entfalten eine große Wirkung – dank staatlicher Förderungen wie der Wohnungsbauprämie. Diese kann beantragen, wer mindestens 16 Jahre alt ist. Auf eine maximale jährliche Sparleistung von 512 Euro kann der Bausparer bis zu 45 Euro extra im Jahr kassieren. Wer bereits im Berufsleben steht, profitiert darüber hinaus von der Arbeitnehmersparzulage und von Wohn-Riester. Bei letzterem erhalten alleinstehende Sparer eine Grundzulage von 175 Euro im Jahr. Als einmaligen Bonus gibt es für Berufsstarter unter 25 ein Extra von 200 Euro vom Staat.

Flexibilität

Neben den eigenen Sparleistungen ist es auch möglich, dass andere Personen in den Bausparvertrag einzahlen, etwa durch Geldgeschenke oder die Überweisung des Kindergeldes. Dadurch lässt sich das Sparguthaben bequem vermehren. Ein weiterer Pluspunkt für junge Leute ist laut Eiß die Flexibilität. Denn wer wolle sich in jungen Jahren festlegen? So dürfen unter 25-Jährige das Bausparguthaben – trotz Wohnungsbauprämie – auch für andere Dinge als die eigene Wohnung oder ein Haus ausgeben. (mh)





ImmoCompact Abonnement

Sie wollen den ImmoCompact Newsletter abonnieren? Klicken Sie hier

Sie sind bereits Leser des ImmoCompact Newsletters und möchten Ihre Daten ändern? Klicken Sie hier

Empfohlener Artikel

Die Mietpreisbremse ist ein Musterwerk der Symbolpolitik. Trotz aller Warnungen aus der Branche wollte die Bundesregierung sie unbedingt durchsetzen. Kurz vor der Wahl kommt die Einsicht von oberster Stelle. Hoffentlich war dies nicht die letzte Einsicht – denn die Wohnungs- und Immobilienpolitik der vergangenen Jahre ist ein einziges Debakel.