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Baukindergeld: Überraschender Rückzieher der Bundesregierung
25. Juni 2018

Baukindergeld: Überraschender Rückzieher der Bundesregierung

Die Bundesregierung will den Bau von selbst genutztem Wohnraum fördern. Zentrales Element ist das Baukindergeld. Nun macht die Regierung aber genau hierbei einen Rückzieher. Offenbar aus Angst vor zu hohen Kosten, soll die Fördermaßnahme eine entscheidende Einschränkung erhalten.


Das von der Bundesregierung geplante Baukindergeld soll Familien mit bis zu 36.000 Euro beim Bau oder Erwerb von Wohneigentum unterstützen. Konkret erhalten Familien über einen Zeitraum von zehn Jahren 1.200 Euro pro Kind und Jahr. Bei einen Kind sind das insgesamt 12.000, bei zwei Kindern 24.000 Euro und bei drei Kindern 36.000 Euro. Nachdem sich die Regierungsparteien noch im Mai sogar auf eine rückwirkende Einführung dieser Maßnahme zum 01.01.2018 geeinigt hatten, folgt nun übereinstimmenden Medienberichten zufolge der Rückzieher.

Deckelung der Wohnfläche

Weil das Baukindergeld den Budgetrahmen zu sprengen droht, soll die Wohnfläche gedeckelt werden. Bei einer vierköpfigen Familie sollen nun nur noch Häuser und Wohnungen bis zu 120m2 gefördert werden. Wer größer baut, bekommt nichts. Ein bedeutender Einschnitt. Schließlich werden die meisten Einfamilienhäuser mit mindestens um die 130m2 geplant werden. Sie wären damit für eine vierköpfige Familie nicht mehr förderfähig. Einzig Großfamilien könnten dann noch das Baukindergeld erhalten, denn für jedes weitere Kind sind 10m2 mehr erlaubt. (mh)



Kommentare

von Frank Schoierer am 26.06.2018 um 10:01 Uhr
Nutznießer vom Baukindergeld wären die Baufirmen, die einfach das Baukindergeld einpreisen. Insofern eine fast richtige Entscheidung. Besser wäre es, das Baukindergeld würde es überhaupt nicht geben. Denn es ist ungerecht, wenn Menschen sich eigene 4 Wände leisten können, dafür noch eine Fölrderung bekommen, die von Menschen mitbezahlt wird, die sich kein Wohneigentum leisten können.

von Jan Lanc am 26.06.2018 um 13:42 Uhr
Und da wundern sich die etablierten Parteien das die immer weniger Stimmen bekommen. Immer etwas versprechen und später nicht halten.



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