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Anlageimmobilien: Süddeutschland bleibt die teuerste Region
03. April 2018

Anlageimmobilien: Süddeutschland bleibt die teuerste Region

Der Süden ist die teuerste Region für Wohn- und Geschäftshäuser in Deutschland. Das zeigt eine Analyse von Engel & Völkers Commercial. In nahezu allen betrachteten Standorten sind aufgrund der hohen durchschnittlichen Angebotspreise die Umsatzvolumina weiter gestiegen.


Der Immobilienboom in Süddeutschland reißt nicht ab. Insbesondere die kleineren D-Standorte wie Friedrichshafen, Rosenheim, Baden-Baden oder Kempten verzeichnen laut einer Analyse von Engel & Völkers Commercial starke Preisanstiege. Bemerkenswert sei vor allem Kempten. Dort hat sich das Umsatzvolumen fast vervierfacht. Die Transaktionsanzahl ist immerhin um 60% gestiegen. Insgesamt sorgte das für einen Preisanstieg von stolzen 44%. Auch der Freiburger Markt nimmt mit einem Zuwachs des Transaktionsvolumens von 136% kräftig an Fahrt auf. Auch in Friedrichshafen, Rosenheim und Baden-Baden legte die Transaktionsanzahl deutlich zu. In allen vier Städten sind parallel dazu die Mieten gestiegen.

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Riesiges Volumen in München

Auch die Metropolen boomen weiterhin. München verzeichnete fast 1 Mrd. Euro mehr Transaktionsumsatz als die D-Standorte. Im vergangenen Jahr haben sich dort die Angebotspreise um 15% auf 5.289 Euro pro m² erhöht. Auch Neuvertragsmieten, die mit durchschnittlich 16,07 Euro pro m² aufgerufen werden, sind um 4% gestiegen. Ein starker Nachfrageüberhang herrscht auch in Augsburg. Der Angebotspreis ist dort um 31% gestiegen.

Großes Interesse auch in Nürnberg und Stuttgart

Gemessen am Transaktionsvolumen ist Nürnberg der zweitgrößte Markt in der Region Süd. Das Umsatzvolumen steigerte sich um 20%, während die Angebotspreise um 23% sowie die Neuvertragsmieten um 6 % zugelegt haben. Das wachsende Interesse von Investoren an Stuttgart spiegelt sich in dem um 34% gewachsenen Transaktionsvolumen von 178 Mio. Euro wider. Aufgrund des limitierten Angebots ist die Transaktionsanzahl von Anlageobjekten um 8% zurückgegangen.

Hohe Dynamik in Mannheim

In Mannheim ist das Umsatzvolumen nach einem sprunghaften Anstieg zwischen den Jahren 2012 und 2013 nochmals um mehr als die Hälfte gestiegen. Der Zuzug von Akademikern, Fachkräften und Studenten zeigt sich laut Engel & Völkers insbesondere in der durchschnittlich um 8% gestiegenen Angebotsmiete. In Ludwigshafen nahm die Transaktionszahl um 7% zu, was sich nicht in einem ansteigenden Transaktionsvolumen bemerkbar machte. In der Industriestadt ist das geringste Mietniveau in der Region Süd zu beobachten. Mit einem Anstieg von fast 6% hat die Stadt aber aufgeholt. Demgegenüber bewegt sich Karlsruhe auf einem ähnlichen Niveau wie 2014. (mh)





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