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Altersarm mit Immobilien?
25. August 2017

Altersarm mit Immobilien?

Die eigene Immobilie – das ist für viele Deutsche der beste Schutz vor Altersarmut. Mietfreies Wohnen und handfeste Substanz in Form von Stein und Beton sollen einen angenehmen Lebensabend sichern. Doch wie gut funktioniert dieser Schutz in der Praxis tatsächlich? Das zeigt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).


Vermögen, im Besonderen selbst genutztes Wohneigentum, mindert erkennbar das Risiko, altersarm zu werden. Das belegt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Das selbst bewohnte Haus wird in der Praxis aber oftmals eher zu einem Belastungsfaktor im Alter, weil es Vermögen bindet, aber das laufende Einkommen nicht erhöht.

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Nicht nur Einkommen berücksichtigen

„Die klassische Armutsmessung konzentriert sich auf die schiere Einkommensarmut. Unberücksichtigt bleibt dabei Vermögen. Das dürfte im Allgemeinen keine größeren Verzerrungen verursachen, da typischerweise zu Recht unterstellt wird, dass Arme auch über kein nennenswertes Vermögen verfügen“, beschreibt Studienautor Dr. Reiner Braun die Situation. Betrachte man jedoch speziell die Altersarmut, gelte diese Annahme nicht mehr, denn Vermögen werden im Laufe des Lebens akkumuliert.

Seniorenvermögen überproportional hoch

Im Ergebnis haben Senioren überproportional hohe Vermögen. Altersarmut im Sinne einer Einkommensarmut entsteht dann oft erst durch eine unzureichende Altersvorsorge durch laufende Renten. Dessen ungeachtet konnten die Betroffenen aber im Laufe des Erwerbslebens durchaus Vermögen bilden, insbesondere durch den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum.

Vermögensberücksichtigung senkt Altersarmut

Das Armutsrisiko aller Personen in Deutschland sinkt nur um rund einen Punkt von 16,8 auf 15,6%, wenn man das Geldvermögen über die Restlebenszeit in ein laufendes Einkommen umrechnet. Das Risiko sinkt um einen weiteren Punkt auf 14,8%, wenn zusätzlich das Immobilienvermögen berücksichtigt wird. Anders verhält es sich jedoch bei der Altersarmut: Diese sinkt erheblich um immerhin vier Punkte von 18,5 auf 14,9% bei Berücksichtigung des Geldvermögens und um einen weiteren Punkt bei Verrentung der Immobilien. Schließt man das Vermögen in die Betrachtung mit ein, gelten also deutlich weniger ältere Menschen als arm.

Verrentungsmöglichkeiten dringend notwendig

„Die Verrentung der Immobilie – so wie in diesen Berechnungen angenommen – findet aber in der Regel gar nicht statt. So besitzen viele ältere Menschen ein Haus, das zwar über die Mietersparnis ein wenig Entlastung bringt, oftmals auf der anderen Seite aber wegen Reparaturen und Renovierungen Geld kostet“, gibt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern zu bedenken. Daher seien viel stärker noch als bisher Lösungen erforderlich, wie über die Verrentung von Immobilieneigentum zusätzliches Einkommen im Alter generiert werden kann. (mh)



Kommentare

von Dietmar Theiler am 29.08.2017 um 13:26 Uhr
Die "erforderliche Lösung" ist unser Spezialgebiet, welches wir seit Jahren erfolgreich anbieten!

Immobilien-Verrentung

(Leibrente und Zeitrente)
Im Rentenalter bzw. kurz davor überlegen viele Leute ihre Immobilie zu verkaufen und den Verkaufserlös anzulegen. Nach etlichen Jahren harter Arbeit möchten sie nun endlich die kommende Zeit genießen ohne sich mit Instandhaltung, Mietern, Verwaltung etc. abzumühen.
Doch der Immobilienmarkt ist schwierig und die Anlagemöglichkeiten sind entweder sehr riskant oder bringen nur sehr bescheidene Erträge.

Gebräuchlich seit 1308
Neu ist diese Vertragsform nicht!
Der älteste überlieferte „Verkauf auf Rentenbasis“ stammt aus dem Jahr 1308 und wurde zwischen dem Abt von St. Denis und dem Erzbischof von Bremen geschlossen.

Während in den USA und in Frankreich diese Vertragsform regelmäßig zur Anwendung kommt, wird sie in Deutschland eher selten angewendet.
Dies hat sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Der Verkauf auf Rentenbasis wird immer beliebter.
Aber warum ist das so?

So funktioniert es
Auch wenn es für die meisten neu klingt: Es ist nichts anderes als ein normaler Immobilienkauf! Eine Immobilie wechselt den Besitzer. Es gibt eine Immobilie einen Verkäufer und einen Käufer.
Der Unterschied zum "klassischen" Verkauf besteht vornehmlich in einer geänderten Zahlungsmodalität!
Statt beim Kauf einer Immobilie den kompletten Kaufpreis in einer Summe zu zahlen, vereinbaren Käufer und Verkäufer die Zahlung einer monatlichen Rente. Die Höhe der Rente basiert auf dem eigentlich erzielbaren Kaufpreis zzgl. Zinsen(!), der dann über einen mehr oder weniger bestimmten Zeitraum abbezahlt wird.

Zwei Verrentungs - Modelle
Generell wird zwischen 2 Verrentungs-Modellen unterschieden:
Man vereinbart entweder eine lebenslange Leibrente oder eine befristete Zeitrente.
Bei einer Leibrente wird vereinbart, dass die Rente lebenslang an den Verkäufer gezahlt wird.
Bei einer Zeitrente wird ein fester Zahlungszeitraum vereinbart nachdem die Immobilie quasi abbezahlt ist (z.B. 20 J.)



Sondervereinbarungen
Einen alten Baum verpflanzt man nicht!


Aufgrund der flexiblen Vertragsgestaltung können auch Sonderwünsche des Verkäufers berücksichtigt werden.
So können die monatlichen Rentenzahlungen beispielsweise mit einer Einmalzahlung und/oder einem lebenslangen Wohnrecht kombiniert werden.

Dietmar Theiler

WohnHausImmobilien

Bölschestrasse 125
12587 Berlin

www.wohnhausimmobilien.de

theiler@wohnhausimmobilien.de

Mobil 0170 6340772
Festnetz 030 65940772



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