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5 zentrale Entwicklungen an den deutschen Immobilienmärkten
27. November 2017

5 zentrale Entwicklungen an den deutschen Immobilienmärkten

Wie wohnt Deutschland? Und welche Entwicklungen prägen den deutschen Wohnungsmarkt derzeit besonders? Das wollten die Experten von BNP Paribas Real Estate wissen – und haben nun zentrale Trends ausgemacht. Insgesamt erwarten sie zudem ein außerordentliches Schlussquartal.


Der deutsche Wohnungsmarkt steht nach wie vor hoch im Kurs. Seit 2009 hat die Anzahl der Wohnungsverkäufe hierzulande nahezu kontinuierlich zugelegt und liegt derzeit bei knapp 250 Deals mit zusammen rund 84.000 Wohneinheiten. Basierend auf der derzeitigen Markdynamik spricht laut BNP Paribas Real Estate alles für ein außerordentliches Schlussquartal. Für 2017 erwarten die Experten daher eines der besten Ergebnisse der letzten Dekade.

Konzentration auf Big Six

BNP Paribas Real Estate hebt bei der Analyse des deutschen Wohnungsmarkts vor allem fünf Punkte hervor. Zum einen liegen Wohninvestments insgesamt voll im Trend: Das Transaktionsvolumen mit größeren Wohnungsbeständen lag zum ersten Halbjahr 2017 bundesweit bei gut 6,05 Mrd. Euro und damit 40% über dem Vorjahreswert. Dies zeige deutlich das unverändert große Interesse der Investoren am deutschen Wohnungsmarkt. Doch nicht alle Städte sind für Anleger gleichermaßen attraktiv. Etwa die Hälfte des Umsatzes geht allein auf das Konto der Big Six. Mit 1,84 Mrd. Euro entfällt davon mehr als die Hälfte auf Berlin.

Studentenwohnungen im Fokus

Im Trend liegen BNP Paribas Real Estate zufolge Sonderwohnformen. In sie wurden im ersten Halbjahr insgesamt gut 7% des Wohn-Investmentvolumens investiert. Der Löwenanteil davon entfällt auf Studentenwohnungen. Erst mit großem Abstand folgen Mikroapartments, Boarding-Houses und Serviced Apartments.

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Baumeister Bayern

Bei den Fertigstellungen gibt es regional deutliche Unterschieden. Während die Schwaben vor allem Häusle bauen, setzen die Bayern verstärkt auf Wohnungen. Im Ranking der neu errichteten Wohnungen im Jahr 2016 steht Bayern mit fast 47.000 Baufertigstellungen klar an der Spitze. Die weiteren Plätze gehen an Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Das kleine Saarland baut wenig überraschend am wenigsten.

Mietspitzenreiter

Auch bei den Wohnungsmieten sind die Bayern Spitze. 19,60 Euro kostet in München durchschnittlich der m2. Auf dem zweiten und dritten Rang folgen mit deutlichem Abstand Stuttgart und Frankfurt. Unter 10 Euro im Schnitt zahlen Mieter dagegen in Augsburg und Karlsruhe für ein Dach über dem Kopf.

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Hoher Stellenwert von Mietwohnungen

Insgesamt bleibt Deutschland im europäischen Vergleich eher zurückhaltend beim Wohnungskauf. Im Ranking ganz oben stehen osteuropäische Länder wie Polen mit einer Wohneigentumsquote von mehr als 80%, gefolgt von südeuropäischen Ländern wie Spanien und Griechenland. Die eher geringe Quote in Deutschland verdeutlicht laut BNP Paribas Real Estate, dass der Markt für Mietwohnungen hierzulange einen vergleichsweise höheren Stellenwert hat. (mh)





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