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„Wohnen und Immobilien gehören auf den Tisch der Bundeskanzlerin“
09. August 2017

„Wohnen und Immobilien gehören auf den Tisch der Bundeskanzlerin“

Der Immobilienverband IVD fordert einen Immobiliengipfel im Bundeskanzleramt. Deutschland brauche mehr denn je bezahlbaren Wohnungsbau und bezahlbare Eigentumswohnungen. Nach Autogipfel und Dieselgipfel sollen nun Wohnen und Immobilien zur Chefsache erklärt werden.


Wir fordern einen Immobiliengipfel im Kanzleramt. Wohnen muss Chefsache werden – das ist die jüngste Forderung von Jürgen Michael Schick. „Wir brauchen in Deutschland eine Eigentumsquote von 50% und 400.000 neue Wohnungen pro Jahr. Insbesondere mehr bezahlbare Eigentumswohnungen und mehr bezahlbaren Mietwohnungsbau“, so der IVD-Präsident.

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Abkehr von reiner Mietenpolitik

Ein Immobiliengipfel bedeute die Abkehr von einer reinen Mietenpolitik, wie sie in den vergangenen Jahren praktiziert worden sei. Ab nun müsse die Eigentumsbildung wieder im Mittelpunkt stehen. „Mietfreies Wohnen im Alter ist die beste Sicherung des Lebensstandards. Vermögensaufbau über die eigenen vier Wände muss auch für mittlere Einkommen und Familien mit Kindern möglich sein. Beiden Gruppen ist es bisher nicht möglich, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Dabei ist das der Königsweg für die Altersvorsorge“, meint Schick.

Wohnungsbau-Politik muss Chefsache sein

Der Verband weist zudem auf die wirtschaftliche Bedeutung der Immobilienbranche hin. Diese stehe für fast ein Fünftel der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Damit steht sie der von Dieselgate geplagten Automobilindustrie in nichts nach. „Nach einem Autogipfel und Dieselgipfel gehört das Thema Wohnen und Immobilien ganz klar auf den Tisch der Bundeskanzlerin. Wohnungsbau-Politik muss Chefsache sein“, sagt der IVD-Präsident.

Politik der kleinen Schritt reicht nicht aus

Gerade jetzt sei ein solcher Gipfel notwendig. Es brauche fast 1,5 Millionen neue Wohnungen. Vor diesem Hintergrund reiche eine Politik der kleinen Schritte auf keinen Fall aus. Vielmehr eine gesamtdeutsche Anstrengung erforderlich, die vom Bund koordiniert werden muss. Mieterbund, Verbände und Institutionen der Immobilienwirtschaft, Entwickler sowie Bauträger müssten sich an einen Tisch setzen.

Verlässliche und einheitliche Regeln statt Flickenteppich

Wichtig seien vor allem verlässliche und einheitliche Regeln für ganz Deutschland und kein Flickenteppich. Von der neuen Bundesregierung erwartet der IVD nach den Wahlen im Herbst eine Immobilienpolitik mit Maß und Mitte. „Eine Politik, die Mieter und Eigentümer gleichermaßen berücksichtigt, und die Lippenbekenntnisse zur Wohneigentumsförderung Taten folgen lässt“, so Schick. (mh)





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