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„Deutschland ist ein sehr guter Standort für Co-Working-Spaces“
10. Oktober 2018

„Deutschland ist ein sehr guter Standort für Co-Working-Spaces“

Co-Working-Spaces etablieren sich allmählich auch in Deutschland. Dazu trägt unter anderem Spaces bei. Das Unternehmen plant hierzulande bis Ende 2018 drei Spaces. Warum und für wen sie besonders interessant sind, erläutert Stefanie Lürken, Head of Operations bei der Spaces-Muttergesellschaft IWG im Gespräch mit ImmoCompact.


Bis Ende 2018 sind insgesamt drei Spaces in Deutschland geplant. An welchen Standorten und was zeichnet diese zur Nutzung als Co-Working-Spaces aus?

Grundsätzlich planen wir für Spaces nach dem erfolgreichen Launch in Düsseldorf Standorte in den Top 7 Städten Deutschlands zu eröffnen. In diesem Jahr folgen Ende des Jahres noch zwei Spaces in Hamburg. Was den jeweiligen Standort angeht, kann man sagen, dass wir genau dort ansetzen, wo sich eine Vielzahl an Branchen finden und vernetzen können – größere Wirtschaftsstandorte sind ideal hierfür. Wichtige Faktoren in der Standortwahl sind zudem eine gute Verkehrsanbindung sowie ein lebendiges, urbanes Umfeld. Dies steht bei uns noch über besonders zentral gelegenen Standorten – angesagte Szeneviertel sind daher ebenfalls sehr attraktiv für uns.

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Was zeichnet einen guten Co-Working-Space aus?

Neben den üblichen räumlichen Kriterien, die einen flexiblen Arbeitsplatz attraktiv machen, wie zum Beispiel eine gute Erreichbarkeit und technische Ausstattung, machen vor allem die Menschen vor Ort die Qualität eines Spaces aus. Ein vielfältiges Umfeld, in dem sich die Mitglieder mit ihren unterschiedlichen Expertisen als Community austauschen können, ist ein Kerngedanke hinter der Marke Spaces. Wichtig ist auch, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitglieder gerecht zu werden. So können diese bei Spaces individuell wählen, welche Services sie in Anspruch nehmen wollen. Neben dem klassischen Co-Working steht auch langfristiger Office-Space zur Verfügung und bietet alle Vorteile in Sachen Verfügbarkeit und Privatsphäre, die ein moderner Arbeitsplatz verlangt. Dies kombiniert mit erstklassiger Gastfreundschaft, dem Komfort von Zuhause und einem professionellen Arbeitsumfeld ergibt zusammen den perfekten Ort für einen positiven Unternehmerspirit.

Ist Co-Working nur für Start-ups interessant?

Start-ups machen natürlich einen wichtigen Teil der Mitgliederschaft von Spaces aus, doch beileibe nicht den einzigen. Neben kleineren Start-ups sprechen wir auch Mittelständler und internationale Konzerne an. Die Vorteile eines Spaces sind auch für diese schnell ersichtlich: Beispielsweise können Projektgruppen in einer kreativen, vielfältigen Arbeitsumgebung im Austausch mit anderen auf bisher ungeahnte Arbeitslösungen kommen. Kurzfristige und temporäre Projekte größerer Unternehmen lassen sich leichter verwirklichen, ohne sich lange im Voraus auf zusätzliche Räumlichkeiten festzulegen und diese einzurichten. Zudem ermöglicht Spaces eine verbesserte Anbindung für Arbeitnehmer, die ansonsten viel Zeit mit Pendeln verbringen würden, was besonders für Kreative und IT-Fachleute immer wichtiger wird.

Warum dürfte diese Form der Immobiliennutzung weiter an Bedeutung gewinnen?

Flexibilität ist das Stichwort. Dies wird in der Wahl nach Arbeitsplatzlösungen ein zunehmend wichtiger Faktor. Zwischen kürzeren Planungszeiträumen, mobilem Arbeiten und der fortschreitenden Digitalisierung verzichten immer mehr Unternehmen auf langfristige Mietverträge zugunsten flexibler Locations. Dies bestätigen auch aktuelle Zahlen von IWG, in denen sich ein globales Wachstum in der flexiblen Arbeitsraum-Gesamtfläche um 36% im Vergleich zum Vorjahr widerspiegelt. Durch eine ausgeprägte technische Ausstattung lassen sich zudem laufende Kosten wie IT und Gebäudemanagement einsparen. Je nach Bedarf können alle Vorteile eines Full-Service-Büros wie modernste Konferenzräume, Post- und Rezeptionsdienste flexibel lang- oder kurzfristig gebucht werden, um als Unternehmen stets agil bleiben zu können. Was das Arbeiten im Spaces über alledem besonders macht, ist das Netzwerk dahinter. Als Mitglied hat man nicht nur Zugriff auf Spaces-Einrichtungen weltweit, um so in einer vernetzten Welt auch auf Reisen keine Abstriche zu machen; man ist auch Teil einer internationalen Community von Gleichgesinnten, die Ideen und Konzepte austauscht.

Wie viel Potenzial sehen Sie im Allgemeinen für Co-Working-Spaces in Deutschland?

Deutschland ist im Allgemeinen ein sehr guter Standort für Anbieter von flexiblen Arbeitslösungen, und hiesige Unternehmen, Start-ups und Freiberufler können in vielerlei Hinsicht von ihnen profitieren. Mit Angeboten wie Spaces sind wir zum einen nahe am Puls der Zeit, denn bessere Arbeitsplätze mit Platz für zeitliche und räumliche Flexibilität sind gerade für junge Arbeitnehmer wichtiger denn je. Aber auch das Angebot jenseits der eigentlichen Bürofläche bringt frischen Wind in gelernte Unternehmensstrukturen – zwischen Workshops, Yogakursen und Abend- und Networking-Events kann neben der Produktivität auch die Zufriedenheit der Mitarbeit gesteigert werden. (mh)


<h5>Stefanie Lürken</h5>
Stefanie Lürken




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