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„Das A und O bei Ferienimmobilien ist die Auffindbarkeit im Internet“
22. November 2017

„Das A und O bei Ferienimmobilien ist die Auffindbarkeit im Internet“

Porta Mondial hat sich als eines der ersten Maklerhäuser in Deutschland auf Ferienimmobilien konzentriert. Warum dieser Teilmarkt für Immobilienmakler besonders interessant ist und welche Besonderheiten bei der Vermittlung beachtet werden müssen, erläutert Stephan Bruns, Prokurist und Business Development Manager von Porta Mondial, im Gespräch mit ImmoCompact.


Herr Bruns, Porta Mondial AG ist internationaler Franchisegeber für die Vermarktung ausgewählter Wohn- und Ferienimmobilien? Warum sind gerade Ferienimmobilien für ein Franchisesystem interessant?

2005 wurde unser Ursprung, die Porta Mallorquina Real Estate SL auf Mallorca gegründet. Die Insel zählte schon damals zu den am härtesten umkämpften Ferienimmobilienmärkten in Europa. Doch damals stand das Internet für viele Makler noch nicht im Fokus der Vermarktungsstrategie. Unser Unternehmensgründer und Vorstand Joachim Semrau hat damals schon die Bedeutung des World Wide Web erkannt und den Hauptfokus der Vermarktung auf das Internet gelegt. Innerhalb weniger Monate stiegen wir zur bekanntesten Maklerwebsite für Mallorca-Immobilien auf und behaupten diese Marktführerschaft bis heute.

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Wie schafft man das?

Ein wesentlicher Unterschied bei der Vermittlung von Ferienimmobilien ist, dass die Käuferinteressenten in der Regel noch nicht vor Ort sind, das heißt, dass das Internet erste Anlaufstelle für deren Immobiliensuche ist. Das bedeutet, dass die Objektpräsentation im Internet bereits sehr aussagekräftig und hochwertig sein muss. Das A und O ist hierbei auch die Auffindbarkeit im Internet. Das heißt, der Kunde muss sofort auf unser Angebot aufmerksam gemacht werden, wenn er mit entsprechenden Keywords sucht, zum Beispiel Finca Mallorca Andratx.

Das Phänomen der Immobilienportale hat sich – anders als in Deutschland – in Spanien und auch allgemein zum Thema Ferienimmobilien bisher nicht durchgesetzt – zu unserem Vorteil. Grund hierfür ist, dass in den spanischen Ferienregionen vorrangig das Prinzip des Multi-Makler-Systems praktiziert wird.

Wie sind die Provisionen im spanischen Markt geregelt?

Die Maklerprovision wird in Spanien vom Verkäufer gezahlt, hierdurch behalten sich Eigentümer vor, auch mehrere Makler in die Vermarktung einzubinden. Daher ist es für uns und unsere Partner besonders wichtig, ein hohes Maß an Kundenbindung zu erreichen und Vertrauen zu schaffen. Doch hierfür benötigt man erst einmal die Kundenanfrage an sich. Dies gelingt mit einer guten Sichtbarkeit im Internet und muss vor Ort weitergeführt werden, über ein umfassendes Dienstleistungsspektrum, eine gute Erreichbarkeit, schnelle Reaktionszeiten und umfassendes Know-how, welches die Porta Mondial Gruppe ihren Partnern zur Verfügung stellt.

Welche Leistungen erhalten Franchisepartner von Porta Mondial?

Porta Mondial unterstützt die Partner vor Ort mit einem zentralen Objekt- und Kundenmanagement, regionalen und überregionalen Marketingmaßnahmen im Print- und Online-Bereich, zentralen Schulungsmaßnahmen und einem ausführlichen Reporting. Hinzu kommen Social-Media-Aktivitäten wie Facebook-Marketing, regelmäßige Newsletter sowie die Erstellung von Blogartikeln. Auch die Fotoaufnahmen und die Übersetzungsdienstleistungen werden von der Zentrale aus organisiert. Ansatz der Porta Mondial Gruppe ist es, die regionalen Partner und deren Mitarbeiter weitestgehend von zeitraubenden Backoffice-Tätigkeiten zu entlasten, damit diese sich voll und ganz auf die Akquise und den Verkauf konzentrieren können, um am Ende mehr Abschlüsse und zufriedene Kunden zu erhalten.

Erster Standort und mittlerweile die Zentrale des internationalen Franchise-Managements ist mit Mallorca einer der am härtesten umkämpften Immobilienmärkte Europas. Wie schafft man es, sich dort erfolgreich durchzusetzen?

Das gelingt in erster Linie über einen guten Marken- und Marktauftritt, der einprägsam und positiv belegt ist. Ein guter Markenauftritt und ein umfassendes Dienstleistungsspektrum ist jedoch nicht alles. Ganz wesentlich sind auch die Eigenschaften, die unsere Partner mit einbringen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Neben guten Ortskenntnissen, geschultem Umgang mit unserem anspruchsvollen Klientel und fachlichem Know-how, sollte man neben Deutsch und Englisch selbstverständlich auch die Sprache des Landes beherrschen, in dem man aktiv am Markt agiert. Bringt man diese Eigenschaften mit, kann man vor Ort sehr erfolgreich sein.

2010 eröffnete mit Porta Mondial Düsseldorf der erste deutsche Shop, gefolgt von weiteren Lizenzvergaben mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen. Sollen auch hierzulande weitere Standorte folgen?

Für die weitere Expansionssteuerung wurde 2008 die Porta Mondial AG als Muttergesellschaft gegründet. Diese hat heute ihren Firmensitz in Düsseldorf, im Medienhafen. Hier war es für uns ein selbstverständlicher Schritt, auch vor Ort aktiv zu werden und Präsenz zu zeigen, um die Markenbekanntheit zu erhöhen. Düsseldorf ist zwar kein Ferienimmobilienstandort, jedoch findet auch in Deutschland das Ferienimmobilienangebot aus unserem Partnernetzwerk hohe Aufmerksamkeit, wodurch Cross-Selling-Potenziale zwischen den deutschen und spanischen Standorten genutzt werden können. An den Deutschen Standorten werden neben den regionalen Cityimmobilien entsprechend auch Ferienimmobilien mitbeworben. Unsere Partner haben so den Vorteil, eine größere Zielgruppe zu erreichen.

Bleibt der Schwerpunkt auf Nordrhein-Westfalen?

Selbstverständlich sind wir daran interessiert, unsere Marktanteile und unseren Bekanntheitsgrad in NRW weiter auszubauen und weitere Partner einzubinden. Das gilt auch für lukrative Standorte in anderen Bundesländern. Vor Kurzem wurde etwa ein neuer Standort in Frankfurt eröffnet. Seit 2014 sind wir bereits in Hamburg aktiv. Derzeit liegt unser Hauptfokus jedoch auf der Erschließung der deutschen Ferienregionen an der Nord- und Ostsee sowie im Bayerischen Seen- und Voralpenland, um der Nachfrage nach deutschen Ferienimmobilienangeboten gerecht zu werden.

Als erstes Franchisesystem verbinden Sie mit Porta Holiday das klassische Maklergeschäft mit der touristischen Ferienvermietung. Warum?

Durch die Ergänzung des klassischen Maklergeschäfts der Porta Mondial mit der Ferienvermietung über Porta Holiday ergeben sich weitere wichtige Synergien für unsere Partner und für unsere Kunden. Die Zahl der Individualtouristen steigt stetig. Hierdurch wird eine immer bessere Auslastung der Immobilien möglich, sodass Eigentümer neben der klassischen Eigennutzung immer häufiger auch die Ferienvermietung in Betracht ziehen. So kann das Schöne mit dem Nützlichen verbunden und mit der Ferienvermietung zudem Rendite erwirtschaftet werden. Vor allem, seitdem die Renditen am deutschen Immobilienmarkt durch die Preisentwicklung immer „schlanker“ werden. Aus Mietern werden häufig Käufer – das gilt auch für den Ferienimmobilienmarkt. So schließt sich der Kreis.

Sollen weitere Standorte außerhalb Mallorcas folgen?

Auf den Balearen hält unser Wachstum weiter an, daher werden wir auch auf Mallorca, Ibiza und nun auch auf Menorca unsere Partner- und Vertriebsteams weiter ausbauen. Das gilt ebenso für die Kanaren, wo wir sehr viel Potenzial sehen. Auch die spanische Mittelmeerküste mit den Regionen Andalusien, Valencia, Katalonien etc. steht im Fokus der Expansion.

Gibt es weitere Regionen, in denen Sie neue Partner suchen?

Neben den bereits aufgeführten Regionen in Deutschland und Spanien planen wir ab 2018 auch den Markteintritt in den österreichischen Ferienimmobilienmarkt.

Dieses Interview ist ursprünglich erschienen in ImmoCompact 03/2017. Die vollständige Ausgabe finden Sie als E-Magazin unter: https://www.immocompact.de/E-Magazin%2003/2017


<h5>Stephan Bruns</h5>
Stephan Bruns




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