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Zahl der Honorar-Immobiliardarlehensvermittler bricht ein
09. Januar 2018

Zahl der Honorar-Immobiliardarlehensvermittler bricht ein

Die Anzahl der beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nach §34i (GewO) registrierten Immobiliardarlehensvermittler hat im zweiten Halbjahr 2017 weiter zugenommen. Die Zahl der Honorar-Immobiliardarlehensberater ist hingegen innerhalb von sechs Monaten drastisch geschrumpft.


Damit hat die Dynamik der Anmeldungen erwartungsgemäß deutlich abgenommen. Im ersten Halbjahr 2017 hatte sich die Zahl der 34i-Vermittler noch mehr als verdoppelt. Zum Stichtag des 01.07.2017 waren beim DIHK insgesamt 48.043 Immobiliardarlehensvermittler registriert. Damit hat sich ihre Anzahl auch im zweiten Quartal noch einmal spürbar erhöht. Ende des ersten Quartals 2017 verzeichnete das DIHK-Register noch 44.924 34i-Zulassungen. Zum Vergleich: Anfang 2017 waren nur 22.180 Vermittler nach §34i registriert.

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Einbruch bei Honorar-Immobiliardarlehensberatung

Drastisch gesunken ist hingegen die Zahl der Honorar-Immobiliardarlehensberater. Nur noch 627 in ganz Deutschland bieten eine Immobilienfinanzierungsberatung gegen Honorar an. Das sind noch einmal 100 weniger als drei Monate zuvor. Zum Halbjahr 2017 waren es mit 1.432 sogar deutlich mehr als doppelt so viele. Die Zahl ist damit sogar unter den Wert vom Januar 2017 gesunken. Damals waren 694 Honorar-Immobiliardarlehensberater beim DIHK registriert. (mh)



Kommentare

von André Berger (5... am 11.01.2018 um 10:53 Uhr
Der Rückgang liegt an der Änderung vom 28.07.2017. Es macht nachdenklich, wie sich die Finanzierungsbranche entwickelt, warum? Meine Antwort beruht auch auf Aussagen der IHK. Die Gier nach immer mehr und noch mehr Provisionen bestärkt die Regierung, regulierend eingreifen zu müssen.
Dadurch muss ich mich jetzt entscheiden, ob ich Vermittlung, also meine Bezahlung von der Bank oder das Honorar vom Kunden erhalte, weil es Finanzierungsberater gab und sicher immer noch gibt, die die Kunden reihenweise abgezockt haben, also beides in Rechnung stellten(Gesetze werden diese Zocker sowieso nie aufhalten). Die Gesetzesänderung wurde aufgrund der Gier Einzelner verabschiedet, so die IHK. Das Gesetz lies aber auch "Unklarheiten" zu. Das ist sarkastisch gemeint! Statt die Finanzierungsvermittler/innen, wie die Investmentleute über die MABV regelmäßig zu überprüfen (bedeutet Mehrkosten für uns, trennt aber die "Spreu vom Weizen", zwingt man uns, dass wir uns zwischen Honorar und Vermittlung entscheiden. Für mich ist das eine massive Einschränkung meiner Geschäftstätigkeit. Der Zinsaufschlag der von mir eingestellten Provision übersteigt bei weiten die ausgezahlte Provision und ist dem Kunden gegenüber unfair, da er selbst jetzt keine Wahlmöglichkeit mehr hat, welche vorher da war. Außerdem steht, für Alle ersichtlich, die Gesamtprovision in der ESIS. Zahlen Kunden dennoch ein Extrahonorar an den Makler, dann ist in der Erstinformation und der Aufklärungspflicht gegenüber den Kunden etwas schief gelaufen.
Ein weiterer Punkt, viele Banken bezahlen für variable Darlehen wenig oder eben keine Vermittlungsentgelte. Wie also soll ich meine Arbeitsleistung bezahlt bekommen?! Da muss der Gesetzgeber wohl noch einmal nachbessern.



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